Inhalt
Vorwort Moderner Alpinismus? 8
Geh aus mein Herz
und suche Freud...
Bergsteigen als Herzenssache
Blau, Blau, Blau
blüht der Enzian...
Edelweiß blühen, Herzen erglühen
Stille
Zeit
Geduld und Mühen
14
30
40
Enzian
Edelweiß
Hauswurz
178
186
192
Wenn wir erklimmen
schwindelnde Höhen...
Gipfel und Weggefährten
Wo die blauen Gipfel ragen...
Aquila, Mankei, Ibex & Co.
Kilimanjaro
Matterhorn
Vajolettürme
52
100
112
Adler
Murmeltier
Steinbock
206
208
210
Zwei Spuren im Schnee...
Berge im Winter
Prost, Mahlzeit...
Kulinarisches Gipfelglück
Rauhreif und Firnenglanz
Vollmondskitour
Geheimtip Sulzfluh
124
130
138
Soll ich kochen, oder kochst du?
Die philosophische Gipfelrast
Rezepte
214
220
228
Im Frühtau zu Berge...
Dort, wo der Wildbach rauscht
Anhang
Wie meine Aufnahmen entstanden Anmerkungen
Quellennachweis, Literatur
Bildnachweis, Dank
252
258
262
266
Stein
Wasser
Sectioaurea u. Rauher Enzian
152
162
168
Stille
Still, es war sehr still. Hatte ich überhaupt schon mal eine solche Stille „gehört“? Ich blieb stehen. Noch vor einer Stunde war ich von der lärmenden Autobahn nach Brand abgebogen und hierherauf, Richtung Lünersee marschiert. Ich musste für ein paar Stunden der Alltagshektik entrinnen, in die Höhe, abschalten und meine Akkus aufladen.
Das Seetal, das sich in Nordsüdrichtung von Brand zum Lünersee hochzieht war noch tief verschneit und die Abstürze der Schesaplana, dem höchsten Gipfel des Ratikons, schauten mit ihren vereisten Wasserfällen noch ganz winterlich aus.
Es war ein sonniger Frühjahrstag und ich war voller Tatendrang als ich auf der Schattenlagantstraße gemütlich bergan wanderte. Von den Wänden des Zirmenkopfes strich ein kalter, aber nicht unangenehmer Wind über die Schattenlagantalpe das Tal herab. Gedankenvertieft stapfte ich durch den knöcheltiefen Schnee aufwärts Richtung Douglasshütte und ahnte, dass die Schneehöhe weiter oben meinem Ausflug bald ein Ende bereiten würde. Die meterhohen Schneewände links und rechts des Fahrweges waren von einer Schneefräse senkrecht abgeschnitten und verschluckten jeden Laut. Etwas weiter oben, wo der Alvierbach gluckernd und gurgelnd die Straße unterquert, wurden die Schneemassen durch Verwehungen plötzlich übermächtig. Die freigefräste Schneise bildete einen schmalen, hohen Gang. Ich drehte mich um, versuchte irritiert ein Geräusch, einen Laut, oder einfach nur ein Vogelzwitschern wahrzunehmen. Nichts. Absolute Lautlosigkeit, vollkommene Stille, ein seltsamer und ergreifender Sinneseindruck. Es ist nicht so, dass ich auf meinen unzähligen Touren nicht schon öfters mit ähnlicher Geräuschlosigkeit konfrontiert worden wäre.
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Kilimanjaro
Vollmondskitour
Stein, Wasser, Sectio Aurea
Blau, blau, blau blüht der Enzian
Kulinarisches Gipfelglück
In der Abenddämmerung steigen wir durchs Schandelstobel zum Winterraum der Biberacher Hütte auf. Der schmale, steile und vereiste Sommerweg führt talaufwärts durch Wald zu den etwas flacheren Weiden der Gemsalpe. Das Eis weicht hier harschigem, festen Firn, der bei jedem Schritt wohltuend unter den Fellen knirscht. Oberhalb der Gemsalpe ist der Schnee wechselhaft wie das Landschaftsbild zwischen Zitterklapfen, Hochkünzel- und Braunarlspitze. Harsch wechselt mit Altschnee, der wiederum auf der windabgewandten Hangseite von Triebschnee abgelöst wird. Der vom Wind verblasene, luftig leichte Pulverschnee hat sich an windgeschützten Stellen abgelagert und bildet dort eine dicke Triebschneedecke, die sich aber in den vergangenen Wochen schon gut mit den darunterliegenden alten Schneeschichten verbunden hat. Unterm Giglturm13 queren wir, im fahlen Vollmondlicht, hartgefrorene Hänge und stehen gleich darauf wieder bis zur Hüfte in daunenweichen Pulverschneeverwehungen. (Hier passt der Ausdruck „Champagner Powder“ aus den Rocky Mountains am besten, dort sind solche Schneebedingungen wohl besonders häufig zu finden.)
Weiter oben, auf fast 2000 Metern Höhe, in der Jochsenke des Schadonapasses, umgibt uns eine tiefe Stille. Man hört nur das Kratzen unserer Steigfelle und das Knirschen der Skistöcke, die sich in die glasig gefrorene Firnkruste beißen.
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Eine kleine Seiten- und Textauswahl:
Schon beim Anbraten der zarten, marinierten Schnitzelchen ziehen köstliche Duftschwaden ums Gipfelkreuz und die ersten Köpfe drehen sich zu uns her. Wenn dann aber beim Ablöschen des Bratensatzes mit trockenem Weißwein, die Aromen von Fleisch, Schinken, würzigem Salbei und Pfeffer im weiteren Umkreis die Nasenflügel weiten, kann es sich meistens keiner mehr verkneifen, einen Blick in unser heraufgetragenes Kochgeschirr zu werfen. Dort warten nämlich schon, die in der zweiten Pfanne, in Butter geschwenkten, hausgemachten Gnocchi, auf ihre Vermählung mit den im würzigen Bratenfond schwimmenden Saltimboccas. Diese können natürlich nicht aus der Pfanne, oder in den Mund hüpfen (so die wörtliche Übersetzung für „saltare in bocca“), weil sie nämlich durch die weiße, inzwischen fast zur Glace reduzierten Sauce daran gehindert werden.
- 500 g Kalbsnuss (ich habe aber auch schon Putenbrust oder -Schnitzel erfolgreich dazu zweckentfremdet)
- ein paar Scheiben gut durchwachsener roher Schinken oder einfach Bauchspeck
- Butter, wenig Olivenöl, Salz, Pfeffer
- Salbeiblätter, Zitrone
Das Fleisch kann morgens, vor der Bergtour, in dünne Schnitzelchen geschnitten, flachgeklopft und mit wenig Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Olivenöl mariniert werden.
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das andere Bergbuch
272 Seiten, 210x130 mm, gebunden, Hardcover
in 4-Farb-Offset, Intenso plus Spezialdruckverfahren
auf schwerem, halb matten Kunstdruckpapier gedruckt
mit 4-farbig bedrucktem Schutzumschlag
ca. 400 Farbabbildungen, uweb Verlag 2007,
Verkaufspreis in Deutschland 24,90 €, + Versand 1,60 € = 26,50 €
für Österreich und Schweiz: 24,90 €,- -+ Versand 5,50 € = 30,40 €
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Vom Wandern und Rasten
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